Neujahrsbriefe

Traditionell verschickt das Institut zum Jahreswechsel an Freunde und Förderer einen Neujahrsbrief, der Analysen zu Branchentrends und Politik enthält und die Situation am iff reflektiert.

Der Begriff "Solidarische Marktwirtschaft" will zwei Konzepte miteinander verbinden: das Prinzip individueller Leistungs­anreize und des Wettbewerbs in der Marktwirtschaft mit dem Konzept der gegenseitigen Verantwortlichkeit und Abhängigkeit in einer Gesellschaft, bei der die schwächsten Glieder einer Kette letztlich deren Haltbarkeit insgesamt ausmachen. Dabei muß eine alte Arbeitsteilung zwischen Staat und Wirtschaft schrittweise überwunden werden: Das Konzept der Solidarität vertraut das "Politische" als Sorge um das "öffentliche Wohl" (public interest) bisher vornehmlich dem Staat an, während die Produktivität in die Eigenverantwortung der Wirtschaft delegiert erscheint.

In der Marktwirtschaft bezieht sich solidarische Wirtschaftspolitik letztlich vor allem auf den Einsatz von Geld, das zum dominierenden Gradmesser von Nutzen, zum wichtigsten Instrument zur Verwirklichung des öffentlichen Wohls und in seiner umfassenden Gesellschaftlichkeit zugleich zum "sozialsten" Instrument wirtschaftlichen Handelns geworden ist. Insofern ist solidarische Wirtschaftspolitik eng mit der Entwicklung des Finanzsystems verknüpft.

Prof. Dr. Udo Reifner entwickelt in diesem Werkstattpapier Leitlinien für eine nach diesem Muster funktionierende Wirtschaftspolitik.

   IFF-Neujahrsbriefe
  Deutsch
Seiten/KB
English
pages/KB
2017 „#PoorPayMore … “ 3 / 55 3 / 55
2016 „Geld beherrscht die Welt?“ 4 / 81 4 / 84
2014 „Wer betrügt, der fliegt … " 10 / 122 11 / 297
2011 Widerstand 10 / 129 11 / 142
2010 Die Geldgesellschaft 9 / 154 8 / 122
2009 Finanzkrise und Neuanfang 11 / 170 11 / 166
2008 Scheinheiligkeit im Geldsystem 10 / 155 9 / 148
2007 Geld und Ethik 12 / 192 12 / 354
2006 Vertrauen in der Geldwirtschaft 11 / 274 11 / 274
2005 Die Soziale Gerechtigkeit in der Geldgesellschaft 12 / 208 12 / 216
2004 Mut und Selbstvertrauen 12 / 374 12 / 355
2003 Wahrheit und Ehrlichkeit 11 / 203 10 / 183
2002 Wettbewerb und Social Finance 8 / 35 7 / 26
2001 „I must work harder“ 8 / 36 7 / 29
2000 Langfristiges Denken 7 / 45 6 / 42
1999 Soziale Fragen und private Wirtschaft 8 / 42 6 / 22
1998 Die Verantwortung des Bankgeschäfts 9 / 33 6 / 25
1997 Von der Utopie zur Realität 5 / 29  
1996 Die Solidarische Geldwirtschaft 11 / 42 5 / 18
1995 Rationalisieren und Versorgung 8 / 28  
1994 Alternative Banken oder Alternativen in der Bankwirtschaft 11 / 54  
1993 Bankenkrise und Kundenvertrauen 8 / 22