Internationale Konferenz zu Finanzdienstleistungen
Hamburg, 10./11. Mai 2012

Leitthema: „Mit Finanzdienstleistungen Zukunft gestalten“
„Reliance on financial services to determine ones future“

 

Registrierung Konferenz

Die Internationale Konferenz zu Finanz­dienst­leistungen fand am 10./11. Mai 2012 in Hamburg statt. Über das Leitthema „Mit Finanz­dienst­leistungen Zukunft gestalten“ diskutierten in diesem Jahr 270 Teilnehmer und Referenten aus zehn Ländern kritisch zu Themen wie Alters­vorsorge, Kredit, Zahlungs­verkehr und Versicherungen. Begleitet wurde die Veranstaltung von der NDR Info-Wirtschafts­redaktion.

Zahlreiche Vertreter von Banken, Verbraucher­verbänden, Schuldner­beratungs­stellen, der Wissen­schaft, der Politik und der Medien fanden sich zu der jährlichen Konferenz am 10./11. Mai 2012 zusammen, um aktuelle Themen wie Kontrolle des Finanz­marktes, Dispositions­kredite, Verständ­lich­keit und Trans­parenz von Verbraucher­informationen, 10 Jahre Riester-Rente, Inkasso­unternehmen, InsO-Reform, P-Konto, Social Media, SEPA; Kredit­karten­betrug, Beratung im Retail-Geschäft zu diskutieren. Die Konferenz bot die einmalige Gelegenheit, sich mit Vertretern unterschiedlicher Bereiche über Entwicklungen auf dem Finanzdienstleistungs-Markt aus Kunden- und Verbrauchersicht über den eigenen Horizont hinaus offen auszutauschen. Dies wurde durch die breite Basis der Veranstalter – neben dem institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) zahlreiche Verbraucherzentralen und Schuldnerberatungsverbände – gewährleistet.

Mit vertreten waren ARD, dpa, Finanztest, NDR, Stern, biallo.de, BaFin, BMELV, BMJ, BMBF, Bundeskartellamt, BaFin, VZBV, AG-SBV, CreditPlus, ING DiBa, Postbank, Schwäbisch Hall Bausparkasse, Targobank, Teambank, Hamburger Sparkasse, Volkswagen Financial Services, UniCredit Bank, ERGO, GDV, BdB, BDIU, BDV, NIBUD, FinanceWatch, Universität Hamburg, Universität Rostock, AWO, DRK, zahlreiche Verbraucherzentralen und Schuldnerberatungen und Vertreter aus Kanada, Polen, Griechenland, Portugal, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Norwegen, Dänemark und Großbritannien.

Auszüge aus den Medien

Der Beitrag als PDF-Datei zum Download

Thierry Phillipponnat (Finance Watch, Brüssel) eröffnete die Konferenz mit einem Plädoyer für Notwendigkeit von Regulierungsmaßnahmen auf europäischer Ebene und eine ausgewogene Politikberatung in Brüssel. Beratung im Retailgeschäft war das anschließende Thema des Podiums mit dem Vorstand der CreditPlus Bank (Jan W. Wagner), Vertretern der BaFin (Dr. Günter Brinbaum), BMELV (Dr. Erich Paetz), VZBV (Manfred Westphal) und der Politik (Nicole Maisch, Bündnis 90/Die Grünen), das Hermann-Josef Tenhagen (Chefredakteur Finanztest) moderierte.

In Kooperation mit der Zeitschrift Verbraucher und Recht fand parallel zur Konferenz eine Fortbildung für die Ausbildung zum Fachanwalt Bank- und Kapitalmarktrecht statt, die von Herrn Rechtsanwalt Eberhard Ahr (Bremen) geleitet wurde. Mit Herrn Rechtsanwalt Rotter (München), Rechtsanwalt Lindner (Karlsruhe BGH), RAin Birte Eckhardt (Bremen), Edda Castelló (Verbraucherzentrale Hamburg); Prof. Dr. Julius Reiter und RA Olaf Methner sowie RA Hartmut Strube zusammen mit Thorsten Jürgs vom Landeskriminalamt Hamburg konnten namhafte Vertreter aus dem Bereich Bank- und Kapitalmarktrecht gewonnen werden, um aktuelle Fälle und Prozessstrategien aus Sicht der Anwalts- und der Wissenschaft zu diskutieren.

Die Internationale Konferenz zu Finanzdienstleistungen fand bereits zum 7. Mal in Hamburg statt. Ihre Ergebnisse sind im Konferenz-Reader nachzulesen, der als Download zur Verfügung steht.

Die nächste Konferenz zu Finanzdienstleistungen wird am 6./7.Juni 2013 in Hamburg stattfinden.


Download: Reader zur Konferenz 2012

Report

Hier können Sie den Reader zur Konferenz 2012 als PDF-Datei herunterladen:

» Download des Konferenzreaders (PDF • 4,5 MB)

 


 

Fachanwaltsfortbildung

Programm FA pdf

Fachanwaltsfortbildung am Donnerstag und Freitag (VuR)
(Im Programm in blau gekennzeichnet)
Für Rechtsanwälte bestand die Möglichkeit, sich einen Teil der Konferenz zu Finanzdienstleistungen als Fortbildung für den Fachanwalt Bank- und Kapitalmarktrecht anerkennen zu lassen. Die Veranstaltungen fand in Kooperation mit der VuR statt. Die organisatorische Leitung hat RA Ahr, die Gebühren betrugen 280,– €. Nähere Informationen erhalten Sie unter: dagmar.stephan@iff-hamburg.de

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Themen

  • Wer kontrolliert den Retailmarkt?
  • Verständlichkeit und Transparenz bei Verträgen und Verbraucherinformationen
  • Inkassounternehmen – rechtliche Probleme, Standards, Verantwortung der Banken
  • Insolvenzordnung und Insolvenzentwicklung in Europa
  • Social Media – Neue Kanäle für Beratung und Kundeninformation
  • Finanzielle Allgemeinbildung als Aufgabe der Schuldnerberater?
  • SEPA, e-payment und neue Zahlungsformen – Steigende Risiken, steigender Nutzen?
  • 10 Jahre Riester-Rente: Erfolg oder Scheitern?
  • P-Konto – Teurer Schuldnerschutz und Einschränkung des Pfändungsschutzes auf Girokonten?
  • Basisprodukte – Sind Finanzdienstleistungen existenznotwendig?
  • Bildungssparen und Studienfinanzierung – Kann das BAföG sinnvoll ergänzt werden?
  • InsO-Reform 2012 – Kürzer aber härter?
  • Financial Capability am Beispiel der Altersvorsorge
  • Best Practice: Was ist gut, wie stellt man es fest und wie kann man es verbreiten?
  • Beratung im Retail-Geschäft: Beratungsstandards und Umgang mit Beratungsfehlern.

Weitere Themen im Rahmen der Fachanwalts-Fortbildung in Zusammenarbeit mit (VuR)

  • Neue Regeln bei geschlossenen Fonds – Neuregelungen für Emittenten, Anbieter (Vermögensanlagengesetz, VIB – Vermögensanlagen-Informationsblatt etc.)
  • Ansprüche bei Altersvorsorgeprodukten im Versicherungsbereich: Kapital- und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen
  • Interessenkollision beim Anlageberater – Unterschiede zwischen Honorar- und Provisionsberatung
  • Aktuelle BGH-Rechtsprechung zu Restschuldversicherungskrediten – Praxisbeispiel
  • Aktuelle Entwicklungen beim Kreditkartenbetrug und Haftung bei Kartenschäden

 


 

Veranstaltungsort

Patriotische Gesellschaft

Patriotische Gesellschaft von 1765
Trostbrücke 6
20457 Hamburg
Zum Lageplan

 

 


Programm

Programm pdf

(Stand: 19.03.2012)

*  .= angefragt bzw. Anfrage in Bearbeitung
** = geplant

Am Donnerstag werden die englischen Veranstaltungen im Hauptsaal ins Deutsche übersetzt.

Download des Programms

 

Donnerstag, 10. Mai 2012

08:30 Registrierung/Kaffee/Registration/Coffee
09:00 Eröffnung der Veranstaltung/Opening Adress
09:10

Impulsreferate (mit deutscher Übersetzung)
Wer kontrolliert den Finanzmarkt?

Who can control the financial markets?
Thierry Philipponnat (Finance Watch, Brüssel)

09:30

Plenum P1 (with english translation)
Wer kontrolliert den Retailmarkt? Aufgaben der staatlichen Aufsicht, Finanzmarktwächter, Social Media, Tests und Selbstkontrolle.
Who can control the Retailmarket?
J.W.Wagner (CreditPlus); Manfred Westphal (vzbv); Günter Birnbaum (BaFin); Erich Paetz (BMELV); Nicole Maisch (MdB); Thierry Philipponnat (Finance Watch, Brüssel)*, Moderation: Hermann-Josef Tenhagen

11:00–11:30 Pause/Break
11:30–13:00 Parallele Veranstaltungen/Parallel Sessions:
D 1.1 Findings of behavioural economics and implications for consumer protection: A critical discussion (with english translation)
Prof. Saul Schwartz (Canada), Charlotte Duke (London Economics); Oliver Mäschle (Univ. Rostock); Moderation: Sebastien Clerc-Renaud (iff)
D 1.2 Verständlichkeit und Transparenz bei Verträgen und Verbraucherinformationen – weniger wäre mehr.
Bestehende Probleme bei der Umsetzung, Diskussion von Beispielen.
Oliver Haug (Comlab); Markus Feck (VZ NRW); Oliver Bohner (EasyCredit); Kerstin Schneider (ERGO); Günter Birnbaum (BaFin); Moderation: Achim Tiffe (iff)
D 1.3 Gefangen im Dispokredit? Kreditkartenkredite auf Deutsch? Neue Risiken, rechtliche Grenzen?
Thomas Bieler (ING DiBa); Andrea Heyer (VZ Sachsen); Eckehard Balke (VZ Thüringen); Moderation: Michael Knobloch (iff)
D 1.4 Neue Regeln bei geschlossenen Fonds – Neuregelungen für Emittenten, Anbieter
(Vermögensanlagengesetz, VIB – Vermögensanlagen-Informationsblatt etc.)
RA Klaus Rotter (Rotter Rechtsanwälte)
13:00–14:00 Mittagessen/Buffet
14:00 Parallele Veranstaltungen/Parallel Sessions:
D 2.1 Insolvenzordnung und Insolvenzentwicklung in Europa New Developments in Consumer Insolvency Law in Europe (with english translation)
Catarina Frade (FEUC, Portugal), Melina Mouzouraki (Attorney at Law, Greece), Didier Noël (ECDN), Moderation: Michael Knobloch (iff)
D 2.2 Social Media – Neue Kanäle für Beratung und Kundeninformation, bessere Informationsquelle für Verbraucher?
J.W.Wagner (CreditPlus); Thomas Bieler (ING DiBa); Hartmut Schwarz. (VZ Bremen); Prof. Julius Reiter (FOM, Essen)
D 2.3 Inkassounternehmen – Fairness in der Krise oder verdienen an der Not der Schuldner?
Rechtliche Probleme, bestehende Standards, Verantwortung der Banken.
Tim Sommer (SB Whv); Kirsten Pedd (BDIU); Frank Schrader(Targobank)*; Moderation: Manfred Westphal (VZBV)
D 2.4 Ansprüche bei Altersvorsorgeprodukten im Versicherungsbereich: Kapital- und fondsgebundene LV und RV
Edda Castelló, (VZ Hamburg)
15:30–16:00 Pause/Break
16:00–17:30 Parallele Veranstaltungen/Parallel Sessions:
D 3.1 SEPA, e-payment und neue Zahlungsformen – Steigende Risiken, steigender Nutzen? (with english translation)
Frank-Christian Pauli (VZBV); Hans-Bernhard Beykirch (VISA), Michael Heinen (Postbank); Hugo Godschalk (PaySys); Moderation: N.N.
D SB
Zusatzangebot für
Schuldnerberater

Finanzielle Allgemeinbildung als Aufgabe
der Schuldnerberater?

Die Initiative "Wissen rechnet sich" stellt sich vor.
Moderation: Insa Thormählen-Hopgood (iff)

D 3.3 Auskunfteien - Gläserner Mensch oder verantwortliche Kreditvergabe?
Helga Naujok (Datenschutz. Hamburg); N.N. (Bürgel); Eva Raabe (VZ Hessen)
D 3.4 Die Interessenkollision beim Anlageberater – Unterschiede zwischen Honorar- und Provisionsberatung; Prof. Julius Reiter (RA), RA Olaf Methner (Baum, Reiter & Coll.)
17:30–17:45 Pause/Break
17:45 Plenum P2
10 Jahre Riester-Rente: Erfolg oder Scheitern? Was kann die staatlich geförderte Altersvorsorge leisten?
Kornelia Hagen (DIW); Peter Schwark (GDV); Lars Gatschke (VZBV);
Moderation: Achim Tiffe (iff)

Freitag, 11. Mai 2012

08:30–09:00 Registrierung/Kaffee
09:00–10:30 Parallele Veranstaltungen:
F 1.1 P-Konto – Teurer Schuldnerschutz oder weniger Pfändungsschutz auf Girokonten?
Pamela Wellmann (VZ NRW); Lutz G. Sudergat (KSK Verden); Moderation: Frank Christian Pauli (VZBV)
F 1.2 Basisprodukte – In wie weit sind sie sinnvoll und notwendig und wie kommen diese Produkte in den Markt?
Thorsten Rudnik (BdV); Maria Kemmetmüller (ASB; Österr.); N.N. (Anbieter)*; Moderation: Manfred Westphahl (VZBV)
F 1.3 Staatlich gefördertes Bildungssparen und Studienfinanzierung – Ergänzung des BAFöG?
Bert Butz (BMBF), N.N. (VZ)**; Moderation: Prof. Udo Reifner (Univ. HH/ iff)
F 1.4 Aktuelle BGH-Rechtsprechung zu Restschuldversicherungskrediten – Praxisbeispiel
RA Richard Lindner (BGH Karlsruhe), RAin Birte Eckardt (Bremen)
10:30–11:00 Pause/Break
11:00–12:00 Parallele Veranstaltungen:
F 2.1 InsO-Reform zum Verbraucherinsolvenzverfahren – Was bringt das neue außergerichtliche Verfahren?
Eva Friedrich (BMJ); Michael Weinhold (AG SBV); Prof. Wolfhard Kohte (Univ. Halle)
F 2.2 Altersvorsorge als Teil der finanziellen Allgemeinbildung – Was brauchen Verbraucher, um kompetente Entscheidungen zu treffen und wie kann man sie erreichen?
Bernd Katzenstein (DIA); Nico Höxbroe (drv-bund); Friedrich Janko (Kultusministerkonferenz); Moderation: Laura Flach (iff)
F 2.3 Best Practice: Anbieter stellen Beispiele aus Anlage, Kredit und Versicherung zur Diskussion
Achim Tiffe (iff)
F 2.4 Aktuelle Entwicklungen beim Kreditkartenbetrug und Haftung bei Kartenschäden
RA Hartmut Strube (RAe Strube und Fandel), Thorsten Jürs, LKA Hamburg
12:30–13:00 Pause – kleiner Snack/Break – Snacks
13:00–14:00
P3

Beratung im Retail-Geschäft: Beratungsstandards und Umgang mit Beratungsfehlern – Welche Empfehlungen traut sich eine Bank, eine Beratungsstelle noch zu geben? – Anlage, Kredit etc.
Reinhard Klein (HASPA); Thomas Bieler (ING DiBa), Erich Paetz (BMELV); Michael Weinhold (AG SBV);
Prof. Julius Reiter (RA); Moderation: Michael Weidemann (NDRInfo)

14:00 Verabschiedung
14:15
Ende der Veranstaltung