Das iff unterstützt die Entwicklung des ersten KI-basierten Chatbots in Deutschland, der künftig Ratsuchenden den Zugang zur Schuldnerberatung erleichtern soll. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung sowie den Partnern Birds on Mars und der delphi Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH entsteht ein Prototyp eines KI-basierten Tools, der die persönliche Beratung in den Beratungsstellen sinnvoll ergänzen soll. Delphi ist unter anderem für die Entwicklung des KI-Tools „SuchtGPT“ bekannt. Das iff verantwortet dabei die fachliche Ausarbeitung der Inhalte sowie die Durchführung und Auswertung der Testphase.
Der Anfragedruck in der Schuldnerberatung hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, während Betroffene zugleich immer häufiger mit langen Wartezeiten konfrontiert sind. Ein geplanter KI-basierter Chatbot soll hier Abhilfe schaffen, indem er den Zugang zu Unterstützungsangeboten vereinfacht und Ratsuchenden bereits im Vorfeld persönlicher Beratungsgespräche erste Orientierung bietet.
Das Vorhaben ist gleichzeitig auch eine Reaktion auf grundlegende strukturelle Herausforderungen: In vielen Bundesländern fehlt es an einer verlässlichen, langfristigen Finanzierung qualifizierter Beratungsangebote. Gleichzeitig führt die Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie zu einem weiter steigenden Bedarf an flächendeckenden und kostenfreien Unterstützungsleistungen.
Inhaltlich orientiert sich das Konzept an bestehenden KI-gestützten Lösungen wie „SuchtGPT“. Ziel ist es, niederschwellig zugängliche, fachlich fundierte Erstinformationen bereitzustellen, die sowohl der inhaltlichen Orientierung als auch der emotionalen Stabilisierung dienen. Dazu gehört unter anderem die Beantwortung grundlegender Fragen zur Schuldnerberatung sowie Unterstützung bei Themen der Existenzsicherung.
Das Tool soll auch die Arbeit von Beratungsstellen effizienter gestalten, indem es vorbereitende Aufgaben übernimmt. So können beispielsweise bei der Zusammenstellung relevanter Unterlagen Prozesse optimiert und Wartezeiten überbrückt werden. Dies ist insbesondere im Kontext der Vorbereitung auf ein Verbraucherinsolvenzverfahren von Bedeutung.
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