iff-Überschuldungsradar 2019/16

Katharina Vogt: Verbraucherschutz – Auch für geflüchtete Menschen!

Katharina Vogt zeigt auf, wie relevant die Stärkung des Verbraucherschutzes für geflüchtete Personen ist und beschreibt als Ansatz die Kooperation von Verbraucher- und Flüchtlingsberatung. Eine Zusammenarbeit der Unterstützungsangebote kann helfen, dabei vorzubeugen, dass Geflüchtete aufgrund von Unwissen über ihre Verbraucherrechte oder die Strukturen der deutschen Gesellschaft in Konsumfallen geraten.

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iff-Überschuldungsradar 2019/15

Heiner Gutbrod u.a.: Peer-to-Peer-Ansatz im Präventionskonzept der Jugend-Schulden-Beratung Tübingen

Heiner Gutbrod berichtet von einem neuen Ansatz in der Präventionsarbeit der Jugend-Schulden Beratung Tübingen: Ehemals Überschuldete berichten von ihrer persönlichen Leidensgeschichte und wie sie es geschafft haben, die Schulden hinter sich zu lassen.
Es gelingt so einen emotionalen Anker zu setzen, der andere Ebenen anspricht als die reine Wissensvermittlung. Die Teilnehmer bekommen einen Eindruck, dass Fehler korrigierbar sind. Aus erster Hand wird aufgezeigt, dass eine Befreiung aus einer schwierigen, finanziellen Situation durch Geduld, Ausdauer und Unterstützung möglich ist.

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iff-Überschuldungsradar 2019/14

Dr. Jan-Ocko Heuer: Restschuldbefreiung – Wohin geht die Reise?

Am 16. Juli 2019 ist die „Restrukturierungsrichtlinie“ der Europäischen Union (EU) in Kraft getreten. Die EU-Mitgliedsstaaten haben nun zwei – bzw. in Ausnahmefällen drei – Jahre Zeit zur Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht. Wenngleich die Richtlinie vornehmlich die vorinsolvenzliche Sanierung und die Entschuldung insolventer Unternehmer regelt, so dürften die EU-Vorgaben auch zu einer Neuordnung der Entschuldung von insolventen Verbrauchern in Deutschland führen. Dieses iff-Überschuldungsradar skizziert die entschuldungsrechtlichen Vorschriften der Richtlinie und diskutiert die anstehende Umsetzung durch eine Reform der Restschuldbefreiung im deutschen Insolvenzrecht. In diesem Zusammenhang wird auch für eine partielle Neuausrichtung des deutschen Entschuldungsrechts plädiert.

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iff-Überschuldungsradar 2019/13

Kerstin Herzog: Nicht-Nutzung von Schuldenberatung

Wie bewerten Überschuldete das Angebot der Schuldnerberatung und warum nehmen sie diese Angebote möglicherweise nicht wahr? Hieraus lassen sich auf wertvolle Hinweise auf die Qualität der Schuldenberatung ziehen. Beratung aus Sicht der Betroffenen zu analysieren, ist ein wichtiger Schritt, um dem Nutzen von Beratung näher zu kommen und zu schauen, inwiefern das Beratungsangebot den tatsächlichen Bedarfen entspricht.

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iff-Überschuldungsreport 2019

Studie über die Situation von privater Überschuldung be­trof­fener Menschen in Deutschland: Ausgewertet wurden die Daten von 110.000 über­schul­­deten Haus­halten in 39 Schuldner­­­beratungs­stellen. Die Studie analysiert die Schulden, Verzugszinsen und die Kosten der Rechtsverfolgung bei den verschiedenen Gläubiger­gruppen. Diesjährige Kernthemen: Arbeitslosigkeit wichtigster Auslöser für Überschuldung, steigende Bedeutung von Einkommensarmut, besondere Gefährdung Alleinerziehender, zunehmende Zahl Überschuldeter, aber immer weniger Inanspruchnahme von Hilfen sowie hohe Wohnkosten.

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Abstract    
Abstract engl.

iff-Überschuldungsschlaglicht 2019/12

Katharina Angermeier / Prof. Dr. Harald Ansen: Alltägliches Rechnen im Kontext von Überschuldung

Das 12. Schlaglicht zur Überschuldung von Katharina Angermeier (HAW Hamburg) und Prof. Dr. Harald Ansen (HAW Hamburg) in der Reihe des instituts für finanzdienstleistungen e.V. (iff) in Kooperation mit der Stiftung Deutschland im Plus stellt erste Erkenntnisse zu einem aktuellen Forschungsprojekt vor, das untersucht, wie Überschuldete mit alltäglichen mathematischen Anforderungen umgehen.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2019/11

Dr. Christoph Mattes: Ein Restschuldbefreiungsverfahren bald auch in der Schweiz?

Europa diskutiert derzeit über die Verkürzung der Laufzeit bis zu einer Erteilung der Restschuldbefreiung. Kaum beachtet wird dabei, dass es noch vereinzelte Länder ohne ein solches Verfahren gibt. Das 11. Schlaglicht zur Überschuldung von Dr. Christoph Mattes in der Reihe des instituts für finanzdienstleistungen e.V. (iff) beschäftigt sich mit der möglichen Einführung eines Restschuldbefreiungsverfahrens in der Schweiz.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2019/10

Brigitte Ommeln: Falsche Altersvorsorge führt in den Ruin

Das 10. Schlaglicht zur Überschuldung von Brigitte Ommeln in der Reihe des instituts für finanzdienstleistungen e.V. (iff) in Kooperation mit der Stiftung Deutschland im Plus beschäftigt sich mit der Altersabsicherung Selbstständiger. Ommeln stellt dabei fünf zentrale Aspekte rund um die finanzielle Altersabsicherung von Selbstständigen pointiert dar.

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iff-Überschuldungsreport 2018

Studie über die Situation von privater Überschuldung be­trof­fener Menschen in Deutschland 2018: Ausgewertet wurden die Daten von 110.000 über­schul­­deten Haus­halten in 39 Schuldner­­­beratungs­stellen. Die Studie analysiert die Schulden, Verzugszinsen und die Kosten der Rechtsverfolgung bei den verschiedenen Gläubiger­gruppen. Die Studie zeigt, dass die Überschuldeten stark unter der steigenden Wohnkosten leiden. Ein Viertel von Ihnen gibt mehr als die Hälfte dafür aus.

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Abstract
Abstract engl.

iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/9

Prof. Ulf Groth: Schuldnerberatung und sozialanwaltlicher Ansatz

Das 9. Schlaglicht zur Überschuldung von Prof. Dr. Ulf Groth beschäftigt sich mit einer überraschenden Ursache von Überschuldung – der nicht Inanspruchnahme sozialer Leistungen. Die meisten Überschuldeten sind überschuldet, weil sie zu wenig Einkommen haben, nicht, weil sie übermäßig hohe Ausgaben haben. Häufig ließe sich das auf einfache Weise ändern. „Den Haushalten wird dringend benötigtes Geld zum Überleben vorenthalten!“, sagt Groth.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/8

Sabine Broekmans: Fall L. – Ein Fallbeispiel der Schuldnerberatung

Frau Broekmans, Schuldnerberaterin beim Caritasverband Kempen-Viersen e.V., schildert die Überschuldungsgeschichte des 32 jährigen Schreiner L., Vater von einem 6 jährigen Sohn und einer 8 jährigen Tochter. Er geriet, wie die meisten Überschuldeten, ohne eigenes Verschulden in seine Situation.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/7

Prof. Dr. Hans Ebli: Fachlichkeit in der Schuldnerberatung

Besonders seit den 1990er Jahren mehren sich die Berichte aus der Praxis der Schuldnerberatung, in denen inadäquate Rahmenbedingungen und der Verlust von Fachlichkeit kritisiert und beklagt werden. Eine Reflexion des arbeitsfeldspezifischen Diskurses um Bestimmungen und Bedrohungen von Fachlichkeit hat deutliche Hinweise auf sich defizitäre Rahmenbedingungen der Schuldnerberatung, sich widersprechende Funktionszuweisungen und damit Begrenzungen der Schuldnerberater_innen in ihren Anstrengungen, nach fachlichen Kriterien zu handeln, ergeben. Je nach finanzieller und personeller Ausstattung und Beauftragungsund Organisationsstrukturen müssen die Berater_innen damit umgehen, dass sie fachlich nicht so handeln können, wie sie sollen und wollen.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/6

Dr. Christoph Mattes: Schuldnerberatung – mehr als nur Expertenberatung?

Bei aller Orientierung, die uns diesen Charme der Restschuldbefreiung bietet, tappt die Schuldnerberatung hinsichtlich ihres ursprünglichen Anliegens, das Problem Verschuldung ganzheitlich zu bearbeiten, inzwischen im Dunkeln und kommt über technokratische Abläufe der Insolvenzmaschinerie nicht mehr oder nur noch selten hinaus. Einem ganzheitlichen Anspruch gerecht zu werden und die Beratung bei Verschuldung wieder mehr als Soziale Arbeit zu sehen erfordert, den Betroffenen die Deutungshoheit der Ziele der Beratung zu überlassen, mit ihnen Möglichkeiten und Wege zu suchen, ihre Ziele zu erreichen um schließlich das zu ermöglichen was Beratung möchte: Zum eigenverantwortlichen Umgang mit Geld und Schulden zu befähigen.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/5

Rafael E. Huber: Verhaltensökonomische Erkenntnisse zu finanziellen Alltagsentscheidungen

„If you always do what you always did, you will always get what you always got“
Dieses Eingangszitat liest sich einleuchtend. Will ich mein Leben verändern, so muss ich meine Entscheidungen verändern. Im Kontext von Geld könnte man also sagen: Will ich Vermögen aufbauen, so muss ich ganz einfach so entscheiden, dass mehr Geld rein- als rausfliesst. Ist das wirklich so einfach? Wieso entscheiden wir uns eigentlich so wie wir uns entscheiden? Wie können wir bessere Finanzentscheidungen treffen? Mögliche Antworten auf diese Frage liefert die verhaltensökonomische Forschung der letzten Jahre. Mit der ernüchternden Schlussfolgerung: So einfach ist es leider doch nicht. Und dennoch: Vieles könnten wir besser machen.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/4

Birgit Vorberg: Forderungsinkasso gegenüber Verbrauchern: Der Gesetzgeber ist weiterhin dringend gefragt!

Nach langem Vorlauf konnte die iff Evaluation des Gesetzes gegen unlautere Geschäftspraktiken (GguG) nun abgeschlossen werden. Birgit Vorberg Expertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und Mitglied von Inkassowatch kommentiert in ihrem Überschuldungschlaglicht die Ergebnisse. Das Ziel des GuG Inkassokosten zu begrenzen und transparenter zu machen, wird in der Praxis ins Gegenteil verkehrt. „Der Markt der Inkassodienstleistungen gegenüber Verbrauchern hat sich so für manche Konzerne zu einem lukrativen Wirtschaftszweig entwickelt“, so Vorberg. Die Unternehmen machten sich die weiterhin bestehenden Regelungslücken und Unklarheiten zu Nutze. Der Gesetzgeber sei daher aufgerufen, endlich unmissverständliche Kostenbegrenzungen für die Ersatzpflicht des Verbrauchers in Bezug auf Inkassokosten zu schaffen und eine effektive Aufsicht zu installieren.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/3

Brigitte Ommeln: Wenn die soziale Absicherung zur Schuldenfalle wird

Die Abschaffung des Meisterzwangs und die Ich-AGs haben die Zahl der Kleinselbständigen enorm erhöht. Bei dieser Gruppe der armen Selbstständigen verschlingen Krankenkassenbeiträge einen Großteil ihrer Gewinne. Viele von ihnen sind daher von Überschuldung bedroht. Eine dieses Jahr in Kraft getretene Gesetzesreform, die Abhilfe schaffen sollte, geht an ihnen vorbei.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2018/2

Dr. iur, Prof. Claus Richter: Anspruchsvoller Job, schlecht bezahlt und unsicher: Überschuldungsberater

Schuldenberatung ist ein noch relativ junges Arbeitsfeld. Ihre Bedeutung hat sie allerdings schon vielfach bewiesen. Die freigiebigere Kreditvergabe seit Anfang der 80er Jahre hatte viele private finanzielle Katastrophen verursacht. Mit der wirtschaftlichen Aufhellung in Deutschland ist Überschuldung von der politischen Agenda gefallen. Zu Unrecht, steigt die Zahl der Überschuldeten doch seit Jahren beständig an und hat mittlerweile jeden 10. Erwachsenen in Deutschland erreicht. Die nach wie vor bei weitem zu geringe Mittelausstattung für diese wichtige Einrichtung ist daher nicht nachvollziehbar.

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iff-Discussion paper 2018/2

Konstantin Kholodilin / Dirk Ulbricht: A data set of over-indebted households in Germany

This paper introduces a unique Germany-wide data set of micro-level data of more than 100,000 over-indebted persons from 1994 to 2017 to the literature. It contains postal codes and can thus be connected to other spatial data sets. It is based on the data collected by debt advisors all over Germany and covers household data such as the income, household members, education and work of the indebted.  Furthermore, it informs about the number, the sums and the structure of the outstanding debts.

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iff-Überschuldungsschlaglicht 2017/1

Frank Wiedenhaupt: Die Beratungslücke in der Schuldner- und Insolvenzberatung – Fehlende Beratung für Kleinst- und Kleinselbstständige

Wenn von überschuldeten Personen die Rede ist, denkt man zunächst an den Verbraucher. Er bezieht sein Einkommen aus Arbeitsentgelt, Sozialleistungen, Rente oder versucht mit der Kombination aus mehreren Einkommensquellen seinen privaten Haushalt zu finanzieren. Diesen Menschen steht ein öffentlich finaziertes schuldner- und insolvenzrechtliches Beratungsangebot zur Verfügung. Für Kleinst- und Kleinselbstständige, die ihr Einkommen aus wirtschaftlich selbstständiger Tätigkeit erzielen – gemeint sind hier aber nicht die freiberuflichen Tätigkeiten wie Rechtsanwälte oder Steuerberater, sondern die vielen kleinen Handwerker, Kiosk- und Ladenbetreiber sowie Freiberufler mit Dozententätigkeit – existiert eine solche Beratung nicht. Die Folgen sind fatal.

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iff-Überschuldungsreport 2017

Studie über die Situation von privater Überschuldung be­trof­fener Menschen in Deutschland bis einschließlich des ersten Quar­tals 2017: Ausgewertet wurden die Daten von 104.000 über­schul­­deten Haus­halten in 39 Schuldner­­­beratungs­stellen. Die Studie analysiert die Schulden, Verzugszinsen und die Kosten der Rechtsverfolgung bei den verschiedenen Gläubiger­gruppen. Die Studie ermöglicht einen ersten Blick auf die Ergebnisse der Insolvenz­rechts­reform – Kaum ein Schuldner kann verkürzen, die Reform ist ein Schlag ins Wasser.

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iff-Discussion paper 2017/1

Xiaojing Wang et al.: Theoretical Frameworks for investigating consumer over-indebtedness and bankruptcy risk

Debt relief systems are implemented by governments to manage the problem of over-indebtedness, however, differences in systems exist across nations. Some systems, such as that in the United States, are favourable towards the consumer and enable a quick discharge of debts through bankruptcy and a fresh start for the consumer. Other systems, such as that in Germany, are more favourable towards the creditor. They require the consumer to lock into a minimum period of debt repayments before their debts can be formally discharged through bankruptcy.

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