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Vergleichsportale – nur was für Profis

Das institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) hat im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) eine Studie zur Transparenz und Objektivität von Vergleichsportalen bei Finanzdienstleistungsprodukten erstellt. Beim Vergleich von Kfz-Versicherungen, Verbraucherkrediten und Girokonten ist es zum Teil schwer nachvollziehbar, nach welchen Kriterien gerankt wird und welche wichtigen Anbieter bei den Vergleichen nicht berücksichtigt werden. Es ist wichtig zu wissen, wer nicht dabei ist. Zum Teil werden nämlich die besten Produkte bereits durch Voreinstellungen herausgefiltert und erscheinen erst gar nicht in den Ergebnissen. „Vergleichsportale sind nur für informierte, aufmerksame und vor allem kritische Verbraucher geeignet.” sagt Dirk Ulbricht, Direktor des institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff). „Leider sprechen sie aber genau diejenigen Verbraucher an, die schnell und ohne viel Aufwand zu einer preiswerten Lösung kommen möchten.”


Wer nicht weiß, nach welchem Kriterium er seine Auswahl treffen sollte, hat häufig schlechte Karten. Die Voreinstellungen sind für viele, die auf der Suche nach dem besten Preis sind, nicht geeignet. So wird bei Verbraucherkrediten nach dem Zins für Verbraucher mit bester Bonität sortiert. Im Allgemeinen haben Verbraucher aber keine „perfekte” Schufa. Würden sie den geeigneteren, sogenannten 2/3-Zins nutzen, der für das Gros der Verbraucher gilt, würden sie ein völlig anderes Ergebnis erhalten. Dieser Zins ist aber nicht voreingestellt, wird nicht verbraucherfreundlich erklärt und die Bedeutung dieses Zinses wird nicht entsprechend seiner Bedeutung herausgestellt. „Was nützt ein Ranking, bei dem das falsche Auswahlkriterium verwendet wird?” fragt Dirk Ulbricht.