Überschuldung und Verbraucherinsolvenz

iff-Überschuldungsreport

Die Überschuldung privater Haushalte ist zum zentralen sozialen Problem unserer Zeit geworden. Ihre Zahl wird in der Bundesrepublik nach der letzten von der Bundes­regierung finanzierten Studie auf rund 3,13 Mio im Jahr 2002 geschätzt (Korczak, Überschuldungssituation in Deutschland im Jahr 2002, in: BMFSFJ (Hrsg.), Materialien zur Familienpolitik Nr. 19/2004, S. 46). Nach einer Studie der Creditreform (Schuldneratlas 2010, S. 4) beläuft sich die Zahl der überschuldeten Haushalte im Jahr 2010 auf insgesamt 3,15 Mio – Tendenz wieder steigend.

Das iff nimmt sich dieser Problematik insbesondere in Form von wissenschaftlichen Studien, Gutachten und Servicebriefen an. Hervorzuheben ist hier zum Beispiel der mit Unter­stützung der Stiftung „Deutschland im Plus – die Stiftung für private Über­schuldungs­prävention“ erstellte, jährlich erscheinende Überschuldungsreport.

Dieses Spektrum wird auf der Praxisseite ergänzt um die vom iff – mit finanzieller Unter­stützung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) – entwickelte Software CAWIN, die Finanzberatung, Schuldenmanagement und Insolvenzberatung ermöglicht. Im Bereich der Überschuldungsprävention sind die Projekte des iff zur finanziellen Allgemein­bildung und sein Engagement innerhalb der European Coalition for Responsible Credit zu nennen. Das iff kooperiert darüber hinaus (inter-)national mit Universitäten, Forschungs­instituten, Verbraucher- und Schuldnerbe­rater­verbänden und anderen einschlägigen Organisationen. Auf internationaler Ebene sind hier insbesondere die iff-Netz­werke mit der International Association for Consumer Law (IACL/AIDC), dem European Consumer Debt Network (ECDN) und Insolvenzrechts-Experten aus allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union hervorzuheben.

Kontakt: Dirk Ulbricht